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Kira

Kira kam 1990 aus dem Mainzer Tierheim zu mir nach Selzen. Ich wurde auf sie aufmerksam aufgrund eines Artikels in der Allgemeinen Zeitung Mainz. Amerikanische Soldaten hatten sie einfach zurückgelassen. Ihr Bild in der Zeitung bewog mich, zum Tierheim zu fahren, wo sie mich in ihrem Zwinger so unendlich traurig anschaute. Naja, es kam, wie´s kommen musste, ich nahm sie 2 Wochen später mit nach Hause.

Dort gab es aber jede Menge Tiere: Hühner, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Benji.

Sie wollte eigentlich sofort alle fressen! Aus diesem Grund musste ich mit ihr ganz viel üben, um ihr Verhalten gegenüber meinen Haustieren unbedingt zu ändern. Ihr Verhältnis zu anderen Hunden war auch nicht besonders sozial, sodass ich mich nach einem geeigneten Hundeplatz umsah, um ihr Verhalten zu verbessern.

Es begannen viele Wochen Training unter fachmännischer Anleitung, und mit der Zeit gelang es tatsächlich, Kira ein normales umgängliches Verhalten beizubringen.

Fünf Jahre später rannte sie eines Nachmittages bei brütender Hitze einem Hasen hinterher. Sie hatte einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb, den ich ihr trotz Training nie nehmen konnte.

Ich fand sie einige Tage später tot unter einer Brombeerhecke. Ich vermute, dass sie unmittelbar während der Hetzjagd schon an einem Herzschlag gestorben war.

Ihre sterblichen Überreste brachte ich nach Hause und beerdigte sie im Garten.

So traurig endete mein erstes "Dobermann-Abenteuer".

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